Mit 3 x Gold und 1 x Silber kehrten Maria Walter, Katrin Schwarz, Silvia Szarvas (vorn v.l.n.r) und Katja Morenz (hinten) aus Bautzen zurück.

Zu Gast bei glücklichen Bautzener Kraftsportlern – das hätte das Motto der diesjährigen Landesmeisterschaften im Bankdrücken (alle Altersklassen) in Bautzen sein können. Denn eine Woche vor den Landesmeisterschaften hatte sich die Bautzener Mannschaft nach tollem Wettkampf die Bronzemedaille in der Kraftdreikampf-Bundesliga geholt. Glückwunsch!

Aus Radeberg, Kamenz und Dresden gingen Bautzen auch die “Highlanderinnen”: Katrin Schwarz und Maria Walter aus Radeberg sowie Katja Morenz aus Kamenz und Silvia Szarvas aus Dresden (alle USV TU Dresden) an den Start.

Bei den Aktiven (24 – 39 Jahre) bis 84 kg Körpergewicht musste sich die Kamenzerin im Kampf um den Landesmeistertitel diesmal mit Konkurrenz aus dem eigenen Verein auseinandersetzen, denn Highlander-Kollegin Silvia Szarvas ging bei ihren ersten Landesmeisterschaften als Neuling für den USV an den Start. Katja Morenz präsentierte sich nicht ganz so nervenstark wie beim Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Kreuzheben 2011 und hatte schon im ersten Versuch mit eigentlich sicheren 85 kg große Probleme. Trotz dieses Fehlversuches ließ die 33jährige für den zweiten Versuch 90 kg auflegen, um an ihrer Konkurrentin aus Dresden dran bleiben zu können, die 90 kg schon im ersten Durchgang zur Hochstrecke brachte und nun 95 kg versuchte. Sicher bewältigte Morenz jetzt die im Vorjahr noch nicht geschafften 90 kg, während Szarvas mit ihren 95 kg einen technischen Fehler machte. 90 kg standen nun für beide zu Buche. Alles oder nichts für Katja Morenz. Sie wagte 95 kg – und scheiterte nach großem Kampf. Silvia Szarvas (27 Jahre) bewies im dritten Versuch mit konzentriert ausgeführten 97,5 kg (gleichzeitig neuer Landesrekord), dass der zweite Versuch doch nur ein technischer „Wackler“ war. Doppelerfolg also für die USV TU Dresden – Gold nach Dresden und Silber nach Kamenz.

Ihren achten Bankdrück-Landesmeistertitel in Folge holte die deutsche Vize-Meisterin im Kraftdreikampf Maria Walter (Senioren-Alterklasse 1; ab 40 Jahre). Eine bestechend souveräne Serie brachte die 48jährige mit 70 kg, 75 kg und 80 kg auf die Heberbühne. Alle Versuche waren 3 : 0 gültig. Keinerlei Unsicherheit dabei. Mit diesem Ergebnis verbesserte die Radebergerin ihren eigenen Landesrekord um 5 kg und war natürlich berechtigt sehr glücklich darüber. „Ich habe immer gesagt: Ehe ich in die AK 2 wechsel, will ich nochmal 80 kg drücken. Hm, und was mache ich nun in den nächsten reichlich anderthalb Jahren bis dahin?“, fragte die Sportlerin mit einem spitzbübischen Lächeln.

Um die Leistung wirklich einzuordnen, ist ein aktueller Vergleich angebracht: Zeitgleich fanden Aurora (USA) die diesjährigen IPF-Weltmeisterschaften der Senioren (Altersklassen ab 40 Jahre) im Bankdrücken statt. Dominiert werden solche Ein-Disziplinen-Meisterschaften – vor allem im nationalen und internationalen Bereich – immer von den Spezialisten der Einzeldisziplin. Die USV-Sportlerinnen verstehen sich jedoch als Kraftdreikämpferinnen, sind komplexe Kraftsportler und trotz jeweiliger “Lieblingsdisziplinen” nicht wirklich spezialisiert. Trotzdem: Mit ihren sicher bewältigten 80 kg wäre Maria Walter in ihrer Alters-/Gewichtsklasse Vize-Weltmeisterin im Bankdrücken 2012 geworden, denn der dritte Platz wurde mit 77,5 kg vergeben und gegenüber der Zweitplatzierten wäre die Radebergerin als Körpergewichtsleichtere bei gleicher Drückleistung im Vorteil gewesen. Eine Reise in die USA – für Walter finanziell undenkbar und daher eine Qualifizierung wenig sinnvoll, denn die Sportler der Seniorenaltersklassen zahlen die komplette Teilnahme (ausgenommen nur der Startgebühr) an solchen Wettkämpfen aus eigener Tasche.

Katrin Schwarz ging wieder einmal gänzlich ohne jedes spezielle Bankdrückshirt ganz gelassen ihre Versuche an. Eine Gewichtsklasse unter Maria Walter, jedoch in der höheren Altersklasse 2 (50 bis 59 Jahre) ging die frischgebackene Deutsche Meisterin im Kraftdreikampf an den Start. Schwarz begann den Wettkampf mit 50 kg, bewältigte im zweiten Versuch traumhaft sicher 55 kg. Mit den 60 kg des dritten Versuches musste die Radebergerin etwas kämpfen. Aber was im Training mehrfach sicher klappte, das ging mit der Erfahrung vieler Wettkämpfe letztlich auch hier. Die 60 kg brachten nicht nur Gold, sondern waren zudem ein neuer Landesrekord in dieser Alters- und Gewichtsklasse.

The Ladies of Radeberger Battlefield nach den Deutschen Meisterschaften im Strict Curl 2012: Katja Morenz, Silvia Szarvas, Ariane Born, Jana Walter, Maria Walter und Katrin Schwarz (v.l.n.r.) - mit Mannschaftsfahne und "Ladies-Dienstshirt". Jana und Ariane waren nur etwas voreilig mit dem Ablegen ihrer Goldmedaillen.

Wieder einmal hatte der SV Siegfried-Nordwest Berlin in die Hauptstadt zu den deutschen Meisterschaften im Strict Curl eingeladen. Das ist eine sehr spezielle Disziplin des Kraftsports, bei dem die Hantel allein nur mit der Kraft des Bizeps bewegt wird. In Fitness-Studios eine bekannte Übung, beim Wettkampf nach strengen technischen Regeln ausgeführt.

Die “Ladies of Radeberg Battlefield” waren erstmals seit den Highlandgames Machern 2011 wieder einmal alle zusammen am Start, denn gemeinsam mit den fünf Kraftsportlerinnen des USV TU Dresden – Katrin Schwarz, Maria Walter, Jana Walter (Radeberg), Katja Morenz (Kamenz) und Silvia Szwarvas (Dresden) – wollte auch Machern-Ersatzfrau Ariane Born (Radeberg) erstmals Wettkampfluft in einer Kraftsportdisziplin schnuppern.

Sämtliche Damen hatten sich gut vorbereitet und viel vorgenommen. Allen ganz besonders voran die Relativbeste der Frauen (Aktive und Juniorinnen), die in der Aktiven-Klasse (24 – 39 Jahre) startende Katja Morenz. Sie holte erneut den Titel in ihrer Gewichtsklasse mit 42,5 kg. Katja wollte gern ihren eigenen deutschen Rekord (45 kg) um 0,5 kg überbieten und kämpfte hervorragend, doch die Last war um eine Winzigkeit zu schwer. Die 33jährige deutsche Meisterin im Kreuzheben wiederholte mit der Goldmedaille und dem Relativpokal ihren Erfolg vom Vorjahr. Nur eine Etage tiefer auf dem Treppchen folgte – in gleicher Gewichtsklasse bei den Aktiven – USV-Sportfreundin Silvia Szarvas. Die 27jährige Dresdnerin war zum erstem Mal überhaupt beim Strict Curl dabei und zeigte beeindruckende 37,5 kg. Das brachte ihr Silber hinter Katja Morenz.

Zwei Gewichtsklassen tiefer war beiden Aktiven Jana Walter quasi zur “Ehrenrettung” angetreten. Sehr hatte sie sich geärgert, dass sie die 25 kg im vorigen Jahr nicht bewältigte. Die 25jährige ist als Kraftsportlerin mehr Technikerin als Kraftpaket. Dieses Mal nun war sie mit höchster Konzentration und ihrem schon bekannten “Biss” an alle Versuche herangegangen, bewältigte so nicht nur die 25 kg, sondern auch die 26 kg. Dafür gab es Gold. Eine weitere Gewichtsklasse tiefer bewährte sich zum ersten Mal Ariane Born bei einem Kraftsportwettbewerb dieser Art. Das fleißige Training wurde belohnt. Zwar waren die für den dritten Versuch mutig aufgelegten 29 kg wirklich sehr knapp zu schwer, jedoch waren 27,5 kg aus dem zweiten Durchgang nicht nur ein deutscher Rekord in dieser Klasse, sondern bedeutet für die 27jährige Radebergerin auch den deutschen Meistertitel.

Ähnlich mutig trat auch die USV-Seniorin (AK2, ab 50 Jahre) Katrin Schwarz an die Hantel. Die Titelverteidigung gelang der Bronzemedaillengewinnerin der nationalen Kraftdreikampfmeisterschaften wiederum souverän mit 27,5 kg aus dem zweiten Versuch, jedoch die neue Bestleistung von 30 kg wollte trotz großem Kampf nicht über den berühmten toten Punkt gehen. Maria Walter (Senioren AK1, ab 40 Jahre) brachte ihre drei Versuche sicher durch. Mit 33 kg im dritten Versuch konnte die 48jährige deutsche Vizemeisterin im Kraftdreikampf nicht nur ihren fünften Strict-Curl-Titel in Folge holen, sondern auch ihren eigenen deutschen Rekord um ein Kilogramm verbessern.            Wtr.

Beeindruckendes Debuet

Februar 12th, 2012 | Posted by Maria in News - (0 Comments)

Highlanderin Silvia Szarvas, die 2010 überraschend beim Spontan-Start zu den Scottish Highland Games in Radeberg den zweiten Platz holte und 2011 am glänzenden zweiten Platz der “Ladies of Radeberg Battlefield” bei den HLG Machern maßgeblich beteiligt war, debütierte mit beeindruckenden Ergebnissen bei den BVDK-Kraftdreikämpfern.

Seit Dezember 2011 ist Silvia Mitglied bei den erfolgreichen Kraftdreikämpfern des USV TU Dresden. Am 11. Februar 2012 absolvierte sie ihren ersten Dreikampf auf der  Heberbühne in der USV-Mannschaft beim Einsatz in der Sachsenliga. Mit 125 kg im Kniebeugen, 90 kg im Bankdrücken und 160 kg im Kreuzheben war sie immerhin in jeder Disziplin besser als ihr Vorbild Katja Morenz (ebenfalls USV TU Dresden, gleiche Gewichtsklasse und Gewinnerin der HLG Radeberg 2009) bei ihrem früheren Debüt im Kraftdreikampf. Ein Gesamtergebnis von 375 kg ist für einen Neuling, der erst knapp 2 Monate für einen KDK-Einsatz trainiert, ein wirklich respekatbles  Ergebnis. Insofern freut sich auch die Abteilungsleitung Kraftsport des USV TU Dresden mit Silvia Szarvas neben Katja Morenz und Jana Walter bei den Aktiven (24 bis 39 Jahre) und Katrin Schwarz, Ana Geitner und Maria Walter bei den Seniorinnen (ab 40 Jahre) eine weitere gute Athletin im Mannschaftskader zu haben.

Alle diese Sportlerinnen sind für respektable Plätze bei nationalen BVDK-Meisterschaften avisiert.  Wie weit es darüber hinaus auch für internationle Nominierungen reicht, wird in jedem Jahr neu entschieden. Ganz besonders jedoch freuen sich die “Highlanderinnen” auf gemeinsame Starts. Und da steht der nächste – sogar inklusive “Ersatzfrau” Ariane Born – am 10. März auf nationaler Ebene an. Seien wir also gespannt auf das Jahr 2012, das Jubiläumsjahr der Radeberger Hihland Games, zumal auch Danny Müller (Freital) derzeit eine sehr gute Vorbereitung für ihre weiteren Wettkämpfe absolviert. Weiter so, Mädels!

Die "Highlanderinnen" Katja Morenz, Katrin Schwarz und Maria Walter (v.l.n.r.) holen Gold, Bronze und Silber bei deutschen Meisterschaften im Kreuzheben und tragen USV-Sportfreundin Ana Geitner als ihre Beste auf Händen.

Die Deutschen Meisterschaften im Kreuzheben sind der letzte Saisonhöhepunkt im Wettkampfjahr des Bundes der deutschen Kaftdreikämpfer (BVDK). Die Sportfreunde aus Lauchhammer hatten Mitte Dezember 2011 die besten deutschen Heberinnen und Heber aller Altersklassen eingeladen. Für den USV TU Dresden starteten die in Bayern lebende Ana Geiter (Senioren-Altersklasse 1) sowie die “Highlanderinnen” Katja Morenz (Aktive), Maria Walter und Katrin Schwarz (beide AK 1) – bestens betreut übrigens von einer weiteren “Highlanderin” … Silvia Szarvas.

Nervenstark wie noch nie präsentierte sich Katja Morenz. Ein Fehlversuch im zweiten Durchgang ließ sie völlig unbeeindruckt. Sie setzte auf Angriff, wiederholte die Last nicht, sondern ließ 152,5 kg auflegen. Da ihre Konkurrentin Evelyn Kemmel um den deutschen Meistertitel ihren dritten Versuch nicht schaffte, Katja ihren jedoch bewältigte, standen für beide 152,5 kg zu Buche – und das brachte der körpergewichtsleichteren Kamenzer Athletin ihren ersten deutschen Meistertitel in einer Kraftdreikampfdisziplin.

Ähnlich abgezockt hätte Katrin Schwarz ihre Versuche gestalten sollen. Favoritin Andrea Lange war – wie erwartet – mit ihren 157,5 kg in der Gewichtsklasse unerreichbar. Im Duell um Silber und Bronze war Katrin Schwarz gegenüber Katrin Friese die deutlich leichtere. Auch sie hätte für Silber nur das gleiche Gewicht ziehen müssen, wagte aber den Angriff im dritten Versuch nicht konsequent genug. Die Radebergerin hätte statt 127,5 kg ebenfalls 130 kg auflegen lassen müssen und hätte das wohl sicher auch geschafft, weil sie die 127,5 kg spielend leicht bewältigte. Friese hätte an diesem Tag nicht mehr kontern können. Verschenktes Silber!

Maria Walter konnte nicht so, wie sie gern gewollt hätte. Sie hatte sich kurz vor dem Wettkampf bei einer ganz alltäglichen Arbeit “verhoben” – an einem nahezu lächerlichen Gewicht. Die ehrgeizige Athletin musste sich bremsen, zog einfach ihren Wettkampf durch und beobachtete, was die “großen Zwei” – Susanne Steidle und Beate Schönke – da vor ihrer Nase so taten. Zwei Fehlversuche brachten Schönkes Pläne durcheinander. Steidle drohte zu enteilen. Schönke steigert hoch für den dritten Versuch – und scheiterte. Ohne gültigen Versuch schied sie aus und der deutsche Vizemeistertitel dieser Gewichtsklasse ging damit an die Radebergerin Maria Walter, die mit ihrem 130 kg natürlich nicht wirklich zufrieden war.

Die nur 44 kg leichte Ana Geitner hob mit 145 kg nicht nur einen sensationellen deutschen Rekord, sondern war auch die Relativbeste ihrer Senioren-Altersklasse 1 (40 – 49 Jahre) und sogar noch einige Punkte besser als die Relativbeste der Aktivenklasse (24 – 39 Jahre). Respekt! Dafür trugen ihre USV-Sportfreundinnen sie im wörtlichen Sinne auf Händen. Wtr.

Silvia Szarvas war bei den Scottish Highland Games 2010 in Radeberg die überraschende Zweite hinter Favoritin Maria Walter und vor der drittplatzierten Katrin Schwarz. Spontan auf dem Platz hatte sich damals die Boxerin aus Dresden zu einem Start entschlossen. Inzwischen – mit dem entsprechenden Training – erwies sich das 1,60 m große Energiebündel als wichtige Stütze der “Ladies of Radeberg Battlefield” bei deren Erfolg bei den Mannschaftswettkämpfen bei den Highland Games in Machern 2011.

Danach war Silvia so fasziniert – oder infiziert – vom Kraftsport, dass sie sich im Kreuzheben, einer Disziplin des Kraftdreikampfes, versuchte. In kürzester Zeit bereitete sie sich für einen Start beim Henry-Six-Turnier Anfang November 2011 in Bad Lausick vor. Es ist ein sogenanntes RAW-Turnier, bei dem die Benutzung jeglicher unterstützender Bekleidung, Bandagen und dergleichen bis auf den breiten Hebergürtel untersagt ist. Es gewinnt, wer nach Relativitätspunkten (gültig nach IPF-Regeln gehobenes Gewicht im Verhältnis zum Körpergewicht) die größte Leistung bringt. Mit ihren überaus sicher gehobenen 155 kg ließ Silvia dabei sogar zahlreiche erfahrene Kraftdreikämpferinnen hinter sich und gewann nicht nur ihre Altersklasse, sondern die gesamte Frauenkonkurrenz. Glückwunsch! (Das Foto von Silvia Szarvas entstand beim Henry-Six-Turnier 2011.)

Seit kurzem ist die 27jährige nun Wettkampfathletin in der erfolgreichen Kraftsportabteilung des Universitätssportvereines TU Dresden. Mitte Februar 2012 gibt sie ihr Kraftdreikampf-Debüt auf Landesebene und will sich gleichzeitig für die Teilnahme an deutschen Meisterschaften qualifizieren. Gleichzeitig punktet sie auch für die Kraftdreikampf-Landesliga-Mannschaft des USV TU Dresden. Ihre Trainingsleistungen lassen ein gutes Ergebnis erhoffen.

Silvia Szarvas erweitert damit die Riege der aktiven Wettkämferinnen des USV, zu der neben Ana Geitner auch die “Highlanderinnen” Katja Morenz, Jana Walter, Katrin Schwarz und Maria Walter gehören. Während Ana, Katrin und Maria bei den Seniorinnen über 40 Jahre starten, reist Silvia zukünftig vor allem mit den Aktiven (24 – 39 Jahre) Katja und Jana gemeinsam zu Wettkämpfen. Na dann: Gute Erfolge, Mädels!

2011 keine Scottish Highland Games in Radeberg bedeutete für die Highlanderinnen noch lange nicht, sich einfach auf die faule Haut zu legen. Sie setzten ihren Plan, bei den Highland Games in Machern – dem größten schottischen Event in Deutschland – zu starten, konsequent in die Tat um. Etwas, das ihre männlichen Sportfreunde bisher noch nicht schafften, obwohl auch die Radeberger Recken dort sicher gut punkten würden.

Seit Mitte April 2011 lief das Training. In der heißen Vorbereitungsphase trafen sich Katja, Katrin, Silvia, Jana, Maria und Ariane oft sogar drei Mal in der Woche, um sich für die insgesamt 12 Disziplinen, die Mannschaften in Machern zu absolvieren haben, fit zu machen. Zwei zerrissene Hosen, diverse Schulter- und Ellenbogenprobleme, eine schwer demolierte große Zehe, ein Muskelfaserbündelriss, Lehrabschluss-Prüfungen, der verletzungsbedingte Ausfall von Danny und anderes mehr bremsten den Elan der fünf erfahrenen Highlanderinnen und der neu hinzu gekommenen Ersatzfrau zu keiner Zeit. Nach dem Ausfall von Danny rückte Jana in die Startformation und Ariane, die nach kurzem Training auch in jeder Disziplin gut Punkte geholt hätte, wurde als Ersatzfrau eine wirklich beruhigend sichere Bank.

So zogen die sechs Frauen – übrigens im Alter von 25 bis 48 Jahren – Mitte September 2011 als “The Ladies of Radeberg Battlefield” sportlich gut vorbereitet sowie mit eigenem Logo und eigener Fahne unterstützt von der Radeberger Brauerei nach Machern, um mindestens 300 Punkte zu holen. Dort ließen es die Mädels – obwohl total machern-unerfahren – richtig krachen, wurden nur von den erwartet haushohen Favoritinnen der Black Heart Ladies geschlagen (21 Punkte mehr) und holten mit 326 Punkten Platz zwei unter acht erfahrenen Frauenmannschaften. Alle Ladies erfüllten die in sie gesetzten Erwartungen und sogar Ariane war direkt am Erfolg beteiligt. Die Älteste im Team, Katrin, war mit 66 Punkten die Beste der Mannschaft, Maria gelang ein Traum-Hochwurf über 4 Meter, Silvia schaffte die Bestweite im Steinstoßen und punktete ebenso wie Katja souverän nahezu immer wie erwartet und auch Jana wuchs in etlichen Disziplinen über sich hinaus. Legendär das Steinheben der Frauen (volle 5 x 10 Punkte) und der Farmers Walk (5 x 10 Punkte). Wer mag, der schaue sich die Videos unter “The Ladies of Radeberg Battlefield” oder per Eingabe “Highland Games Machern 2011″ bei youtube an.

Und auf der Bühnenrückwand, vor der die erfolgreichen Ladies hier erschöpft, regennass, aber glücklich nach der Siegerehrung für das Foto posieren, lautete der Ur-Krostitzer-Werbespruch “Wahre Helden tragen Röcke.” Ja, wahre Heldinnen aber auch! Danke, Ladies!

Hallo Freunde des Kraftsports

November 1st, 2011 | Posted by Schottenrock in News - (0 Comments)

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